Das Leben ist hart – und Demokratie kann eine Schlange sein … !
Möge es Meckesheim und Mönchzell auch nach den 16 Jahren mit mir in Zukunft wohl ergehen!

Dass Hass und ein mit respektlosen Unwahrheiten gespickter Wahlkampf in Meckesheim und Mönchzell letztlich gesiegt haben, ist ein Armutszeugnis und eine schwere Hypothek für meinen Nachfolger. Ich wünsche Herrn Maik Brandt dennoch ganz aufrichtig, dass er ab Oktober zum Wohle unserer famosen Gemeinde in seine verantwortungsvolle Aufgabe hineinwächst und die unglaublichen Potenziale erkennt und nutzt. Glückauf, Meckesheim und Mönchzell. Und Gratulation zum Wahlsieg an die Siegreichen, auch wenn mich das Wahlergebnis durch die Art und Weise, wie es zustande gekommen sein muss, sehr schmerzt.

Dass ich bedauerlicherweise nicht, wie selbst bei Abwahlen üblich, auf die Bühne bei der Verkündung des Wahlergebnisses auf dem Marktplatz durfte, reiht sich ein in die unsägliche Kampagne gegen mich, die unsere Gemeinde nun brutal gespalten hat; und in deren Verlauf insbesondere an der Spitze des für eine faire Wahl verantwortlichen und der Neutralität verpflichteten Wahlausschusses vor aller Öffentlichkeit mehrmals sehr tendenziös agiert wurde. So kann ich nur auf diesem Wege DANKE an meine Unterstützer und Wähler sagen! Das Leben kann hart sein, aber es geht weiter – irgendwie. Ich möchte mich auch für den Zuspruch der letzten Stunden aus den Reihen der Bürgerschaft sowie des Kollegen- und Freundeskreises bedanken; so zu verlieren ist unfassbar bitter.

Ich überlasse ein bestens bestelltes Feld, das ich gern noch lange selbst beackert hätte. Die finanziellen und infrastrukturellen Aussichten für Meckesheim könnten besser kaum sein, und das war ein mehrjähriges Stück Arbeit. Selbst die von mir erkämpfte alla hopp!-Anlage als total positiver Meilenstein wird nicht mehr von mir, sondern von meinem Nachfolger eröffnet, was für mich zumindest im Moment noch eine völlig irre Vorstellung ist, die mich sprachlos macht. Viele sagen mir, ich könnte erhobenen Hauptes das Rathaus übergeben; offen gestanden fühlt sich das bei mir momentan ganz anders an.

Hätten 51 Menschen zuletzt anders gewählt (und/oder mehr Leute von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht!), wäre das Ergebnis eventuell ein anderes gewesen. Aber wer weiß, was am Ende den Ausschlag gab. Hätte, hätte, Fahrradkette. Auch dann wäre Fakt gewesen – unsere Kommune ist tief gespalten, was die Gegenseite um jeden Preis in Kauf genommen hat. Ein Bürgermeister sollte sich auf eine breite Mehrheit stützen können, was die Wählerschaft mir 2000 und 2008 mit 61% (bei 72% Wahlbeteiligung) bzw. 87% vergönnt hat. Der „dritte Stern“ hat nicht mehr sollen sein.

Selbst nach solch einem rabenschwarzen Wahl-Sonntag ist eines klar: Das Schiff zieht weiter seine Kreise in der Welt, auch wenn ein Kapitän von Bord gehen muss. Das „Viel gemacht.“ bleibt der Gemeinde erhalten, auch wenn es dafür unter dem Strich offenbar keinen Dank und kaum angemessene Anerkennung zu geben scheint. Das „Viel vor!“ verschwindet sang- und klanglos am Meeresgrund.

Ich werde nun mit 44 Jahren in Pension gehen per 1. Oktober und mich dann beruflich umsehen in aller Ruhe; die ein oder andere Option hat sich bereits seit längerem ergeben, aber ich werde auch Zeit benötigen, dies hier alles zu verarbeiten und abzuhaken. In den verbleibenden knapp 3 Monaten meiner auslaufenden zweiten Amtszeit als Ihr Bürgermeister werde ich selbstverständlich pflichtbewusst und in der gewohnten Sorgfalt meine Amtsgeschäfte führen, wie es der Ehrenkodex in meinen Augen vorgibt. Auf eine feierliche Verabschiedung werde ich verzichten – da ich uns allen die Heuchelei bei einem solchen Festakt ersparen will.

Ich versuche zu bleiben, wie ich bin – und mich auch jetzt nicht verbiegen zu lassen.

Danke schon heute für die guten Jahre und die unzähligen schönen Begegnungen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ihr Hans-Jürgen Moos

(29.04.2016) Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger von Meckesheim und Mönchzell !

Ich bin seit 16 Jahren sehr gern Ihr Bürgermeister. Daher habe ich im Dezember letzten Jahres meine Wiederkandidatur bekannt gegeben und werbe um Ihre Zustimmung für meine dann dritte Amtszeit. Besonders bestärken mich natürlich die wiederkehrenden Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die das Brot eines Bürgermeisters sind und die mir den Stimmungs-Tenor widerspiegeln, dass sich die Mehrheit der Meckesheimer und Mönchzeller würdig vertreten fühlt und mir zuschreibt, dass sich unsere Kommune auch durch mein Zutun dynamisch und erfolgreich entwickelt.

Für alle, die bei der Kandidatenvorstellung am Freitag nicht in der Auwiesenhalle sein konnten, das Tondokument meiner Rede HIER aktuell zum Nachhören.

Für all jene, die bei der Kandidatenvorstellung am Dienstag in der Lobbachhalle in Mönchzell nicht anwesend sein konnten, hier das entsprechende Tondokument meiner Rede zum Nachhören.